Mesch & Ugge AG Filmproduktionen

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Clay Regazzoni – Leben am Limit

Dokumentarfilm von Felice Zenoni (Schweiz 2016).

52 Minuten, in Ko-Produktion mit SRF/RTS/RSI

Clay Regazzoni ist der erfolgreichste Schweizer Formel 1-Fahrer. Der Vizeweltmeister von 1974 kam am 15. Dezember 2006 bei einem Autounfall auf tragische Weise ums Leben. Die SRG (SRF/RTR, RSI, RTS) hat dem Tessiner Sportler zum 10. Todestag eine aufwändige Dokumentation mit vielen bislang unbekannten und privaten Aufnahmen gewidmet. Der Film entstand unter Mitwirkung seiner Familie und Weggefährten wie Niki Lauda oder Piero Ferrari, dem Sohn von Enzo Ferrari, Gründer der legendären italienischen Scuderia, Die Witwe Mariapia, die Kinder Alessia und Gian Maria, sowie seine Geschwister Vanna und Giordano sprechen offen über den Tessiner Sportler, der weder auf der Rennbahn, noch im Privatleben Kompromisse machte. Roger Benoit, der Doyen der Schweizer Formel 1-Journalisten und Jacques Deschenaux, langjähriger Formel 1-Reporter des Fernsehens und Radio der französischsprachigen Schweiz (RTS) beschreiben Clay sowohl aus der Sicht des Journalisten, wie auch aus jener als Freund.

Niki Lauda bringt sein Verhältnis zu Clay auf den Punkt: „Wir haben komplett unterschiedlich getickt, aber wir waren trotzdem gemeinsam unterwegs und wir haben uns immer wieder gefunden. Er war der Playboy-Rennfahrer im wahrsten Sinne des Wortes, der das Schöne mit dem Rennfahren und dem Sport verbunden hat.“ Für Piero Ferrari war der Tessiner schlichtweg „ein Italiener; er war einer von uns!“

Der Film zeigt den Werdegang des aus einfachen Verhältnissen stammenden Karosserie-Sattlers an die Spitze der Formel 1. Ein Schicksalsschlag während der Rennsaison 1980 ändert sein Leben. Beim Grossen Preis der U.S.A. West in Long Beach prallt er mit seinem Boliden ungebremst in eine Betonmauer. Die Folge: Querschnittlähmung. Regazzoni ist für den Rest seines Lebens auf den Rollstuhl angewiesen. Nach Jahren des Erfolgs und dem Leben im Rampenlicht verbringt der Tessiner Bonvivant drei Jahre in Spitälern, hofft auf das Wunder, doch noch eines Tages wieder gehen zu können. Regazzoni kämpft sich zurück ins Leben und setzt sich nach seinem tragischen Unfall für die Rechte der Behinderten im Alltag ein. In der Nähe von Rom gründet er eine Fahrschule für Behinderte und fährt selbst Rallyes auf der ganzen Welt, Paris – Dakar beispielsweise. Zu seinem Leidwesen bleibt ihm aber eine Formel 1-Rennlizenz als Behindertensportler verwehrt. Mit Menschen aus dem Umfeld von Clay Regazzoni zeichnet Filmautor Felice Zenoni ein facettenreiches Bild von einem der erfolgreichsten Schweizer Sportler, für den nichts unmöglich war und der mit seinem Lebensstil und seiner direkten Art immer auch wieder aneckte. „Clay Regazzoni – Leben am Limit“ erschliesst dem Zuschauer auch die Formel 1-Welt der 1970er  Jahre, die sich seither enorm gewandelt hat.